Danke Julian
veröffentlicht am: 2. Oktober 2026
Der Abschied fällt uns schwer, aber kurz nach dem Abschluss seiner Ausbildung geht die Zeit von Julian bei uns im Studio leider schon zu Ende. Auch wenn wir Julian gerne länger als Kollegen bei uns gehabt hätten, war eine weitere Beschäftigung aus betrieblichen Gründen nicht möglich. Wir blicken auf eine tolle gemeinsame Zeit zurück und sagen Danke für etwas mehr als drei Jahre voller menschlicher und fachlicher Inspiration und ein richtig gutes Miteinander.
Vom Praktikum zum Studioumzug
Schon nach wenigen Tagen Praktikum war klar: Hier schlummert Potenzial für eine gemeinsame Reise. Es war nicht schwer, Julian zu überzeugen, im August 2023 bei uns die Ausbildung zu beginnen. Dass er direkt zum Start mitten in den Studioumzug geraten würde und statt Kamera und Lampenstativen erst einmal Schraubenschlüssel, Hammer und Umzugskartons in der Hand hielt, hatte er sich vermutlich anders vorgestellt. Er wurde zum Meister des Regalab- und -wiederaufbaus und zum tapferen Helfer bei einem echten Kraftakt für das ganze Team.
In den neuen Räumen im CuBie fühlten wir uns schnell wohl. Auch fotografisch gab es viele Aufgaben für Julian, die er mit großer Wissbegierde und enormer Lernbereitschaft meisterte. Kein Wunder also, dass er bald eigenständig Fotojobs übernahm, die er mit viel Liebe zum Detail und bemerkenswerter Zuverlässigkeit erledigte. Ob im Studio oder on Location, ob beim Shooting beim Dönermann oder auf dem Bauernhof, zwischen wilden Tieren und aufdringlichen Stechfliegen oder bei den leidenschaftlichen Tech-Talks über Kameras und Equipment: Mit Julian war es nie langweilig.
Bares für Rares
Einen besonders lustigen, gemeinsamen Tag hatten wir beim Ausflug zur Aufzeichnung von „Bares für Rares“ in Pulheim bei Köln. Bei uns im Studio stand seit langer Zeit ein Klebebandabroller des japanischen Designers Shohei Mihara – ein echter Staubfänger, den niemand gerne benutzte: Die scharfe Klinge schnitt einem eher in den Finger, als dass sie das Klebeband durchteilte.
Nach einigen Recherchen zum Wert des Designerstücks hatte Undine – ohne es dem Team zu sagen – beschlossen, ein Foto davon beim Sender einzureichen, um das ungeliebte Objekt mit etwas Glück zu Geld zu machen. Bereits kurze Zeit nachdem sie die Mail verschickt hatte, kam die Zusage. Sie fragte Julian, ob er Lust hätte, sie zum Dreh zu begleiten – und kurzerhand machten wir daraus einen Ausflug mit dem gesamten Team (bis auf Christopher, der sich in Elternzeit befand). So ging es an einem sonnigen Tag im April gemeinsam Richtung Pulheim.
Gemeinsam traten Julian und Undine vor die Kameras – ob sie bei den Händlern Erfolg hatten, kann man am 19.10. ab 15:05 Uhr in der Ausstrahlung der Sendung sehen (oder in der Mediathek).
Erfolgreicher Ausbildungsabschluss
Ende Juni 2026 legte Julian seine Gesellenprüfung ab, am 5. Juli überreichte man ihm in Münster den Gesellenbrief. Für sein Gesellenstück wählte er eine Food-Fotostrecke, was bei uns im Studio naheliegt: die Zubereitung einer Waffel in fünf Bildern, reduziert und mit hartem Licht auf weißem Grund inszeniert. Dazu kamen die Prüfungsaufgaben zu Craft-Beer und Camping. Eine rundum gelungene Arbeit, auf die wir ein stolz sind. Mehr Details zu Julians Gesellenprüfung findet ihr hier: https://www.studioroecken.de/2026/07/07/hurra-und-gut-licht/
Was uns fehlen wird
Wie sehr Julian dem ganzen Team ans Herz gewachsen ist, zeigen die Abschiedsworte der Kollegen. Mit ihm war jeder Job kurzweilig, durch seinen Humor und seine Fähigkeit, auch über sich selbst zu lachen. Wenn es darauf ankam, war er trotzdem immer fleißig und konzentriert, und seine genaue, akribische Arbeitsweise hat sich so mancher von uns gern abgeschaut. Dazu kommen die vielen kleinen Momente: der morgendliche Ruf quer durchs Büro, der jedes Mal prompt beantwortet wurde, gemeinsame Mittagspausen und Kochaktionen, Gespräche über das Wochenende und lange Autofahrten mit unzähligen Nebenmissionen. Besonders freut uns, wie sehr er in den letzten Jahren gewachsen ist, fotografisch wie persönlich: Er wirkt heute erwachsener, selbstbewusster und weiß immer besser, was er kann und was er will.
Danke und alles Gute
Julian, danke für deine Loyalität, deine Neugier und dein abgeklärtes, stets freundliches Wesen. Wir hätten gerne noch ein viel längeres Stück des Weges gemeinsam mit dir im Studio zurückgelegt. Bewahre dir die Begeisterung für die Fotografie und die Technik dahinter, und bleib so, wie du bist. Wir wissen, dass du alles schaffen kannst, was du willst. Man sieht sich immer zweimal im Leben, und die Tür bei uns steht dir offen.





























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